Russland Nummer 1: Wie eine kaputte Maschine die teure Briefmarke schuf
Shownotes
Einführung und Hintergrund zur ersten russischen Briefmarke, der Russland Nummer 1, im Jahr 1857 unter Zar Alexander II. und der Rolle des Auktionskatalogs von Heinrich Köhler als Leitfaden.
Der entscheidende Moment: Die aus Wien importierte Perforiermaschine ist defekt. Um den offiziellen Starttermin einzuhalten, wird die Marke in den entfernteren Gebieten des Reiches unperforiert ausgegeben.
Die Konsequenz der Panne: Die unperforierte Ausgabe wird zur absoluten Rarität. Weltweit sind nur 458 gebrauchte Exemplare bekannt, eine erstaunlich geringe Zahl im Vergleich zur ersten britischen Marke, der Penny Black.
Beispiel 1 (Los 517): Wir analysieren eine gebrauchte Marke mit einem selteneren, breiteren Wasserzeichen von 4 mm statt der üblichen 3,5 mm.
Beispiel 2 (Los 544): Ein Brief aus Lensenhof (heute Lettland) mit einem einzigartigen purpurfarbenen Stempel. Das Stück wird als eines der wichtigsten und optisch attraktivsten seiner Art weltweit beschrieben.
Beispiel 3 (Los 555): Ein waagerechter Dreierstreifen der Marke aus Odessa. Wir erklären, warum Mehrfachstücke noch seltener sind als Einzelexemplare. Weltweit sind nur sechs lose Dreierstreifen bekannt.
Zusammenfassung der Erkenntnisse: Die Geschichte der Russland Nummer 1 zeigt, wie ein kleiner Moment der Unvollkommenheit einen dauerhaften Mythos und enormen Sammlerwert schaffen kann.
Neuer Kommentar